Die CDU-Kreistagsfraktion Göttingen hat sich im Rahmen eines Vor-Ort-Termins in Wieda ein umfassendes Bild von der aktuellen Lage gemacht. Im Austausch mit dem Wiedaer Ortsbürgermeister Klaus-Erwin Gröger sowie Vertretern der CDU-Ratsfraktion der Gemeinde Walkenried standen insbesondere die zunehmenden Schäden durch Wildschweine sowie die touristische Entwicklung der Region im Mittelpunkt.
Ortsbürgermeister Gröger begrüßte die Fraktion und bedankte sich ausdrücklich für das Engagement der Kreistagsfraktion: „Es ist wichtig, dass unser Hilferuf gehört wird.“ Die Schäden durch Wildschweine hätten im vergangenen Jahr nochmals deutlich zugenommen. Zahlreiche private Gärten seien verwüstet, Pflanzen und Blumen vollständig zerstört worden. Besonders problematisch sei, dass die Tiere zunehmend auch gesicherte Flächen überwinden, selbst Elektrozäune, die teilweise auch als sogenannte Wolfsschutzanlagen dienen, stellten kein wirksames Hindernis mehr dar.
Die CDU-Kreistagsfraktion machte deutlich, dass sie auf die Situation reagiert hat: Die Problematik wurde bereits im Umwelt- und Finanzausschuss des Landkreises Göttingen auf die Tagesordnung gesetzt und das Vorgehen abgestimmt. Ziel war und ist es, die gemeinsam mit den zuständigen Behörden entwickelten Lösungen umzusetzen, was aufgrund des Verhaltens der Tiere und Jahreszeit bedingt, noch etwas Geduld bedarf. Denn klar ist, solange die Wildschweinpopulation im Ort nicht wirksam reduziert werde, sei ein Wiederaufbau der beschädigten Flächen kaum sinnvoll.
Diskutiert wurden unter anderem auch Ansätze, wie zukünftig verhindert werden kann, dass neue Rotten in den Ort einziehen. Ziel bleibe, die Tiere effektiver und tierschutzgerecht zu bejagen. Dies ist notwendig, da klassische Bejagungsmethoden allein nicht mehr ausreichen, da sich die Tiere zunehmend anpassen.
Neben der Wildschweinproblematik spielte auch das Thema Tourismus eine zentrale Rolle. Die Region Südharz verfügt über großes Potenzial, insbesondere im Bereich Winter- und Aktivtourismus. Allerdings bestehe Handlungsbedarf bei Infrastruktur und Fördermöglichkeiten. Genannt wurden unter anderem die Modernisierung von Loipentechnik, bessere Nutzung von Förderprogrammen sowie eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit. Der Südharz benötige attraktive Ziele.
Die CDU-Kreistagsfraktion kündigte an, die angesprochenen Themen weiter aktiv zu begleiten. „Wir nehmen die Anliegen aus der Gemeinde Walkenried sehr ernst. Sowohl beim Umgang mit den Wildschäden als auch bei der touristischen Entwicklung wollen wir konkrete Verbesserungen für den Südharz erreichen“, betonte der Fraktionsvorsitzende Andreas Körner.
gez. Andreas Körner Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag




